Raumschiff
1. Je nach Position des Betrachters ergeben sich aufregende Perspektiven.

Nein, kein Kunstobjekt, sondern tatsächlich ein Wohnhaus!


Von Weitem mutet eher wie ein Kunstobjekt an, was tatsächlich ein respektables Wohn- und Geschäftshaus ist und nicht zum Beispiel einer dieser spektakulären Museumsbauten, mit denen verschiedene Städte gerade Aufmerksamkeit erregen.
In Achern, einer Kleinstadt im westlichen Baden-Württemberg, die nach Darstellung ihres Bürgermeisters als „Große Kreisstadt“ daherkommt, wurde vor nicht allzu langer Zeit ein Bauvorhaben abgeschlossen, das für unsere Breiten zumindest in der Privatarchitektur noch recht ungewöhnlich ist. Dabei handelt es sich um ein Wohn- und Geschäftshaus, welches sich ein ortsansässiger Unternehmer gewissermaßen als „Altersversorgung“ gebaut hat, um in der Folge die innenliegenden Wohnungen und das Geschäft im Erdgeschoss, ein Reisebüro, zu vermieten.
In einem Zwickel zwischen anderer Bebauung bot sich ein Baugrund an, den der Architekt dieses Hauses, Albert Ellerbroek aus Achern (www.ellerbroek.de) auf pfiffige Weise bestens ausgenutzt hat. Es handelt sich nämlich um einen Bau mit fünfeckigem Aufbau auf im Prinzip rechteckigem Grundriss, der scheinbar gar kein Dach bekommen hat. Über einem Erdgeschoss kragen die oberen Stockwerke auf ganzer Fläche deutlich vor, womit der Architekt formal so hart an die Bebauungsgrenze gegangen ist, dass für ein ausladendes Dach samt Dachtraufe gar kein Platz mehr war. So wirkt der Baukörper durchaus mächtig, doch der Architekt hat ihn im Aufriss durch verschiedene Fensterformen, Loggien und eine große Nische über zwei Stockwerke aufgelockert, in die zwei kleine Balkone eingebaut sind. Zudem weist der Dachrand auf die „fünfte Ecke“ hin eine leicht ansteigende Schräge auf, die dem Bau eine dynamische Anmutung verschafft und somit „Aufbruch“ signalisiert. Die Planung habe viel Zeit gekostet, so Ellerbroek.



Auffallend ist vor allem, dass der Bau komplett mit einer „Haut“ aus Aluminiumschindeln der für solche Spezialitäten bekannten Firma haushaut in Düren bei Köln (www.haushaut.com) überzogen ist, und diese Bekleidung überzieht auch das eben gar nicht mehr als solches erkennbare recht steile Satteldach. In die Planung (und vor allem auch die handwerkliche Ausführung im Inneren) war intensiv der Klempnermeister und haushaut-Vertriebsmitarbeiter der Region Martin Rombach (M[email protected]) einbezogen.
Die Entwässerung des Dachs wurde komplett nach innen verlegt und als nicht sichtbare Dachentwässerung ausgeführt. Auf dieses Dach wurden schließlich Fotovoltaik-Paneele aufgesetzt. So wirkt das Dach als sehr kompakter, geschlossener Baukörper.



Kompromisslose Textur über den ganzen Baukörper hinweg!


Mit großer Umsicht und Professionalität wurden alle Metallarbeiten durch die Dachdeckerei, Blechnerei und Klempnerei von Karel Rejsek (junior und senior) aus dem benachbarten Renchen ausgeführt. Der Architekt ist voll des Lobes über die Arbeit der Rejseks und ihres Teams. Insgesamt dauerten die Blechnerarbeiten etwa 10 Wochen (mit Unterbrechungen wegen zu schlechter Witterung). Übrigens äußern sich alle Beteiligten äußerst positiv über die professionelle, aber darüber hinaus auch sehr erfreuliche Art der Zusammenarbeit. Sie sind wechselseitig voll des Lobes!

Auch im Inneren fällt die ungewöhnliche Form und Ausführung des Baues auf. Das Treppenhaus ist schlicht in Sichtbeton ausgeführt, doch auch hier gibt es jeweils vor Kopf auf halber Treppe Felder, die ebenfalls mit den Quadratschindeln der Außenhaut bekleidet sind. Die äußere Gestaltung wird somit im Innenraum gespiegelt und wiederaufgenommen.
Dem Architekten ist ein ebenso auffallendes wie durch maximale Ausnutzung des Baugrunds effizientes „Kabinettstück“ gelungen, das zweifellos weite Kreise ziehen und zahlreiche Nachahmer finden wird. Und in so mancher Architektur-Zeitschrift wird es ebenfalls zu finden sein.

Auch im Inneren fällt die ungewöhnliche Form und Ausführung des Baues auf. Das Treppenhaus ist schlicht in Sichtbeton ausgeführt, doch auch hier gibt es jeweils vor Kopf auf halber Treppe Felder, die ebenfalls mit den Quadratschindeln der Außenhaut bekleidet sind. Die äußere Gestaltung wird somit im Innenraum gespiegelt und wiederaufgenommen.
Dem Architekten ist ein ebenso auffallendes wie durch maximale Ausnutzung des Baugrunds effizientes „Kabinettstück“ gelungen, das zweifellos weite Kreise ziehen und zahlreiche Nachahmer finden wird. Und in so mancher Architektur-Zeitschrift wird es ebenfalls zu finden sein.



6. Der sehr geschlossene, aus dieser Perspektive gar nicht so ungewöhnliche Baukörper beherrscht das Bild des Platzes den traditionellen Gebäuden gegenüber.


DDH, Das Einfamilienhaus, gebäudehülle
Dr. Diethelm Krull
Frühjahr 2022


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